Übersicht 2011
„Höchste Eisenbahn“ bleibt daher skeptisch. „Es wäre nicht das erste Mal, dass
auf Ankündigungen dann doch nichts kommt“ merkt Michael Reinboth von der
Initiative an. Er bemüht sich seit Tagen, mehr über die angekündigten Änderungen
in Erfahrung zu bringen – bislang vergeblich.
„Es hat den Anschein, dass die Deutsche Bahn weiterhin versucht, die Bauarbeiten
zu den geringst möglichen Kosten und damit praktisch vollständig auf dem Rücken
der Kunden durchzuführen“ meint Reinboth. Ein Grund für die verzögerte
Bekanntgabe könnte allerdings auch in der Einbindung aller verfügbaren
Mitarbeiter in Maßnahmen zur Reduzierung der Schäden der Streiks der
Lokomotivführer sein. Für nicht fahrende Züge müssen ggf. auch Ersatzfahrpläne
erarbeitet werden.
Wird
die Baumaßnahme noch abgeblasen?
In den Bereich des Möglichen rückt auch ein Abblasen der Bauarbeiten. Sollte es
zu massiven Streiks im Güterverkehr kommen, wären Verzögerungen bei der
Produktion von Schienen, Weichen und Schwellen ja nicht auszuschließen. Und dies
könnte eine Menge Termine bei der Bahn ins Rutschen bringen.
Deutsche Bahn lässt in der
Streikwoche Reisende zählen (Stand 05.03.2011)
Drei
Warnstreiks in zwei Wochen, unbefristete Streiks vor der Tür: Die Fahrgäste
sind verunsichert, die Anrufe, ob die Züge denn auch fahren, häufen sich,
viele Kunden stornieren oder verschieben ihre Fahrten. Wo die Züge, wie auf
der Südharzstrecke, dennoch rollen, sind sie verspätet und es fehlen ihnen
die Fahrgäste der Anschlusszüge, die ausgefallen sind. Zudem finden zwischen
Erfurt Hbf und Erfurt Nord umfangreiche Bauarbeiten mit wochenlanger
Streckensperrung statt, was sich jedenfalls auf die Zahl der Reisenden
zwischen dort und dem Südharz auswirkt.
Dies alles ist für die DB Regio kein Grund, auf die Zählung der Reisenden zu
verzichten. Als ob nichts wäre, fuhren in dieser Woche die Zähler mit,
notierten Ein- und Aussteiger und die Zahl der in den Zügen Mitfahrenden.
Inwieweit das Tarifangebot der Bahn aus dem Tollhaus kommt, wie der
Vorsitzende der GDL behauptet, können wir nicht beurteilen. Dass die Streiks
massiv zur Verunsicherung und zur Abwanderung von Fahrgästen führen, schon
eher. Dass die Deutsche Bahn in dieser Situation nichts Besseres zu tun hat,
als Fahrgäste zu zählen, ordnen wir in die Kategorie „Unmöglich“ ein. Was
will man damit erreichen? Uns und der LNVG anschließend mitteilen, dass
leider, leider die Zahl der Fahrgäste nicht zugenommen hat?
Wir dürfen uns nicht wundern, wenn im April und Mai während der Bauarbeiten auch gezählt wird und die Zählkräfte in den Bussen mitfahren.
Geplante Bauarbeiten Südharzstrecke:
DB Netz sieht aus Sicherheitsgründen von Zugfahrten ab - Initiative schlägt
SEV-Linie Northeim - Herzberg - Göttingen vor(Stand 03.03.2011)
In
einem Gespräch mit der Initiative sprach sich Udo Diedrich, Leiter
Regionalnetz Harz-Weser der DB Netz AG, aus Sicherheitsgründen gegen
Zugfahrten mit 16 Sicherungsposten aus. Die Erfahrungen der Bauarbeiten aus
dem Jahre 2008, bei denen eingleisiger Zugverkehr durchgeführt wurde, haben
zu einigen sicherheitskritischen Situationen geführt. So haben manche
Autofahrer "Wilde Sau" gespielt, weil ihnen die Wartezeiten zu lang
erschienen und trotz Absperrung weiterfahren wollten. Der Sprecher der
Initiative, Burkhard Breme, kann diesen Punkt nachvollziehen, da er selbst
schonen Zeuge von solchen Aktionen bei den Bahnabsperrungen im Raum Bad
Lauterberg Osterhagen wurde. Nach Meinung der Initiative dürfte jedoch das
Fehlverhalten vereinzelter Verkehrsteilnehmer nicht zu Lasten der Bahnfahrer
gehen. Deswegen müssten den Reisenden erträgliche Alternativen für ihre
Fahrten angeboten werden. Der geplante Schienenersatzverkehr (SEV) ist davon
jedoch noch sehr weit entfernt. Falls aus Sicherheitsgründen keine Züge
verkehren können, muss eine "intelligente" Busersatzverbindung eingerichtet
werden. Hierzu schlägt die Initiative die stündlich durchgehende Route
Northeim - Wulften - Hattorf - Herzberg - Göttingen und zurück vor. Durch
diese Direktbusse hätten auch Hattorfer und Wulftener Reisende nach
Göttingen erträgliche Fahrzeiten ohne Umstiege und lange Wartezeiten in
Northeim.
Geplante Bauarbeiten
Südharzstrecke:
Vorgesehene Verbesserungen im
Ersatzverkehr reichen nicht aus
(Stand 02.03.2011)
„Die von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) aufgrund unserer
Vorschläge und diverser Interventionen aus dem politischen Raum
angekündigten Verbesserungen im Ersatzfahrplan während der sechswöchigen
Bauphase auf der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen sind zu begrüßen – sie
reichen jedoch keineswegs aus, um die Belastung für die Reisenden in dieser
Zeit in den Grenzen zu halten, die kundenorientiertes Denken und Verhalten
normalerweise erwarten lassen würden.“
Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ freut sich darüber, dass einige der Anregungen der Initiative aufgegriffen werden. Freilich: Wie genau der überarbeitete Fahrplan in den sechs Bauwochen aussieht, kann man nicht bewerten, da er derzeit noch nicht abgerufen werden kann. Reinboth ist andererseits keineswegs zufrieden mit dem, was die Bahn nun offenbar anbieten will. „Schnelle Busse nach Göttingen und eine Verlegung des Umsteigepunktes von Walkenried nach Barbis sind Schritte in die richtige Richtung, sie ändern aber nichts an der Tatsache, dass bestimmte Kundengruppen sechs Wochen lang in ihrer Mobilität sehr stark beeinträchtigt werden. Sie ändern vor allem nichts daran, dass der grundsätzlich mögliche Zugverkehr auf einem Gleis zwischen Herzberg und Northeim nicht durchgeführt wird, weil man hier weiterhin zu Lasten der Kunden Geld sparen will.“ ...weiter
Kommentar I zur Tarifrunde der
Lokführer:
Lokführer-Gewerkschaft vertreibt Kunden in
Scharen
(Stand: 01.03.2011)
Für die Durchsetzung ihrer Ziele ist die Gewerkschaft der Lokomotivführer
(GdL) ganz offensichtlich bereit, die Bahnkunden in Scharen in andere
Verkehrsmittel zu vertreiben. Zwei Warnstreiks haben hier bereits
erfolgreiche Ansätze gezeigt – so erfolgreich, dass die GdL diesen Weg wohl
unbeirrt fortsetzen wird.
Als nächste passende Gelegenheit bietet sich hier die CeBIT in Hannover an.
Hier kann man mit geringem Aufwand zehntausende von Kunden treffen und zudem
der deutschen Volkswirtschaft empfindlichen Schaden zufügen.
Die GdL mit ihrem außer Rand und Band geratenen Vorsitzenden Weselsky ist
auf dem besten Wege, den Ast, auf dem sie sitzt, vollständig abzusägen. Der
im real existierenden Sozialismus mit einem Quasi-Reichsbahnmonopol
aufgewachsene Gewerkschaftschef begreift ganz offensichtlich nicht, dass es
hierzulande Alternativen zum Bahnverkehr gibt. Einen Verkehrsträger, der mit
einem Anteil von knapp
Kommentar II zur Tarifrunde der
Lokführer: Von der Opferrolle zur Vordenkerrolle (Stand 01.03.2011)
Vor
mittlerweile drei Jahren verkündete Nokia die Produktionsverlagerung ihrer
Handys von Deutschland nach Rumänien. Als damalige Gründe wurden die hohen Löhne
in Deutschland genannt. Der Lohnkostenanteil betrug fünf Prozent der
Produktionskosten. Dies war den Managern zuviel, da in Rumänien nur ein
Bruchteil davon gezahlt werden musste. Vor lauter Konzentration auf den
marginalen Anteil der Lohnkosten hat sich Nokia nicht um die Ursache seiner
Probleme gekümmert. So produzierte Nokia am Markt vorbei und steht aktuell vor
der Ursache seiner Krise.
Was hat diese Tarifrunde der Bahn mit dem Fall Nokia zu tun? Auch bei der Bahn
machen die Lohnkosten nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus
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Pressemitteilung Bündnis
90/Die Grünen:
"Bahn-Sperrung im Südharz zu Lasten der
Schwächsten"
(Stand: 21.02.2011)
Zu den geplanten Sperrungen der Deutschen Bahn zwischen Herzberg und
Northeim meint die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon, Bündnis 90/Die
Grünen:
"Und wieder spart die Bahn an der falschen Stelle: Die geplante
Total-Sperrung zwischen Herzberg und Northeim für sechs Wochen bedeutet den
provisorischen Einsatz von Bussen auf diesem Teilstück. In Bussen werden
allerdings Eltern mit ihren Kinderwagen oder Menschen in Rollstühlen nicht
transportiert.
Ein Unding. Die Bahn erklärt nach eigenen Aussagen, sich aus Kostengründen
für die Komplett-Sperrung entschieden zu haben und damit von Mitte April bis
Mitte Mai einigen Personengruppen den Zugang zum Transportmittel zu
versagen. Dazu kommen die erhöhten Fahrzeiten durch die Busse und die
unterbliebene Synchronisation mit dem "normalen" Fahrplan der Deutschen
Bahn. De facto verlängert sich die Fahrtzeit für Kundinnen und Kunden mit
Anschlussverbindungen um 75 Minuten ...weiter
DB Netz will Streckensanierung
auf dem Rücken der Fahrgäste ausführen - 6 Wochen kein Zug zwischen Herzberg
und Northeim (Stand: 13.02.2011)
Es ist erfreulich, wenn die Deutsche Bahn zwischen Northeim und Nordhausen
Gleise und Weichen austauscht und die Strecke so für die kommenden Jahre fit
macht. Dies soll auch wieder im Frühjahr 2011 geschehen. Man hat sich hierzu
allerdings auch vertraglich gegenüber dem Land Niedersachsen verpflichtet,
welches im Gegenzug einen bestimmten Fahrplan bis nach 2020 bestellt hat.
In hohem Maß unerfreulich ist es, dass das „Harz-Weser-Netz“ hierbei erneut den Weg wählt, diese Arbeiten auf dem Rücken der Kunden durchzuführen. Auf einer vollständig zweigleisigen Strecke werden die Arbeiten nicht etwas so eingeplant, dass auf einem Gleis die Züge fahren können und allenfalls an einem oder zwei Wochenenden ein vollständiger Ausfall erforderlich wird. Man hat vielmehr vor, die Strecke zwischen Herzberg und Northeim für volle 6 (sechs!) Wochen dicht zu machen und hier ausschließlich Omnibusse verkehren zu lassen – mit entsprechenden Fahrzeitverlängerungen und Anschlussverlusten.
Darüber hinaus soll im gleichen Zeitraum wegen des Auswechselns von einigen Weichen im Ostkopf des Bahnhofs Herzberg auch der Abschnitt Walkenried – Herzberg für 2 Wochen dicht gemacht werden. In diesem Zeitraum sollen die Omnibusse zwischen Walkenried und Northeim verkehren – mit verheerend langen Fahrzeiten und natürlich ebenfalls massiven Anschlussverlusten ...weiter
Harz:
Urlauberkarte - die kaum bekannte preiswerte Alternative für Ausflüge in
den West-Harz
Harzer-Urlaubsticket -
die kostenfreie Möglichkeit für Busreisen im Ost-Harz (Stand: 12.02.2011)
Urlauberkarte
Im Omnibusverkehr zwischen den Landkreisen Osterode am Harz und Goslar
gilt der so genannte „Übergangstarif Harz“ (ÜT Harz), d.h. für Fahrten, die
über die Kreisgrenze hinweg gehen, zum Beispiel Walkenried – Braunlage,
werden die Bestimmungen dieses Übergangstarifs angewandt und nicht die
Bestimmungen des VSN, der für alle übrigen Fahrten (nach Bad Sachsa,
Osterode, Göttingen…) gilt.
Die Urlauberkarte kann auch im Vorverkauf erworben werden – das Datum des
ersten Tages kann frei gewählt werden. Wichtig: Beim Kauf sollte man als
gewünschtes Ziel „Goslar“ angeben, also das weitest mögliche Ziel – dann
gibt es anschließend keine Diskussionen mit Busfahrern, die bei Tarifen
nicht ganz sattelfest sind ...weiter
Weitergehende Infos unter:
http://www.vrb-online.de/index.php?id=22
Harzer Urlaubs-Ticket
Deutlich einfacher und preiswerter ist die Reise mit dem Bus im Ostharz. Der
Meldeschein für Urlauber ist mit dem einheitlichen Logo HATIX gekennzeichnet
und gilt als Harzer Urlaubs-Ticket für alle gemeldeten Personen. Das Harzer
Urlaubs-Ticket ermöglicht freie Fahrt auf allen Linien der Harzer
Verkehrsbetriebe, Q-Bus, Halberstädter Bus-Betriebe, Halberstädter
Verkehrs-GmbH und der Verkehrsgesellschaft Südharz im Landkreis Harz.
Weitergehende Infos unter:
http://www.hatix.info/ ...weiter
Von Braunlage nach Elbingerode -
weitere neue Buslinie im Harz (Stand: 12.02.2011)
„Höchste Eisenbahn im Südharz“ freut sich über die Einrichtung einer weiteren
Busverbindung im Harz. Nach der Linie durch das Okertal und zum Torfhaus folgte
am 5. Februar eine Verbindung zwischen Elbingerode und Braunlage, die zunächst
im Probebetrieb bis zum 31. Juli 2011 von den Harzer Verkehrsbetrieben GmbH
(HVB) in Wernigerode jeweils Samstags und an Sonn- und Feiertagen betrieben
wird.
Die neue Linie hat die Nummer 254, der Fahrplan kann im Internet unter
http://www.wvb-gmbh.de
eingesehen bzw. ausgedruckt werden. In der Sommerausgabe des „Harz-Kursbuchs“
wird auch diese Linie berücksichtigt werden
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Preiswürdig: Der echte Oberharz
hat eine neue Buslinie eingerichtet (Stand: 03.02.2011)
Im Zeitalter knapper öffentlicher Kassen und nahezu ausschließlicher
Ausrichtung des Harzer Tourismus auf den Individualverkehr verdient die
Einrichtung einer neuen Buslinie einen Ehrenpreis. Der von „Höchste
Eisenbahn für den Südharz“ geht in diesem Jahr an die „Glücksburg Consulting
Group“ (GLC) und die Tourist-Information Oberharz in Clausthal-Zellerfeld
(also im richtigen Oberharz – dem mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer
Wasserwirtschaft). Auf deren Initiative hat RBB eine alte Buslinie wieder
belebt und eine bereits vorhandene, vom VSN unterstützte Linie ergänzt.
Bis zum 27. Februar 2011 und dann wieder vom 2. Juni bis 30. Oktober 2011
verkehrt jeweils von Donnerstag bis Sonntag die Linie 879, auch
„Brocken-Bus“ genannt, zwischen Oker Waldhaus, Altenau und Torfhaus. Samstag
und Sonn- und Feiertags wird der Verkehr zwischen Altenau und Torfhaus durch
die Fahrten der VSN-Linie 462 von Osterode nach Torfhaus ergänzt
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Im März erscheint das Buch über die
Harzer Omnibus-Geschichte (Stand: 03.02.2011)
Nach langen Recherchen und dank der Unterstützung vieler Verkehrsbetriebe und
Omnibus-Forscher ist es Michael Reinboth gelungen, sein ca. 200 Seiten starkes
Buch über die hundertjährige Geschichte des Omnibusverkehrs im Harz fertig zu
stellen. Ab Anfang März wird es zum Preis von ca. 15,- € beim Verfasser oder
beim Papierflieger-Verlag, Clausthal-Zellerfeld, zu haben sein.
Der Harz ist ein Pionierland der deutschen Omnibusgeschichte, fuhren doch hier
schon 1905 die ersten Linienbusse von Heinrich Büssing, der bis 1914 ein
umfangreiches Netz einrichtete. Mit vielen Fotos und anhand alter Prospekte und
Fahrplanauszüge wird die sehr wechselvolle Geschichte dieses Verkehrsmittels bis
in das Jahr 2011 hinein erzählt. Die Bedeutung des Linienbusverkehrs für den
Tourismus und der aktuelle Zustand des Harzer Linienverkehrs werden ebenfalls
kritisch beleuchtet. Eine mehrseitige Zeittafel ergänzt die einzelnen Kapitel,
die sich u.a. der rasanten Entwicklung von 1918 bis 1939, dem mühsamen Beginn
nach 1945 und den unterschiedlichen Strömungen in der Zeit der deutschen Teilung
widmen
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Kommentar zu beschlossenen
Warnstreiks: Der Kunde wird erneut zur Geisel der GDL gemacht (Stand:
03.02.2011)
Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat am 3.2. beschlossen, in nächster
Zeit Warnstreiks bei der Deutschen Bahn und bei diversen Privatbahnen
durchzuführen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Wie schon 2007/2008, wird erneut der schon leidgeprüfte Bahnkunde in Geiselhaft
genommen, denn unbestritten hat die GDL unter den Lokomotivführern einen
Organisationsgrad, der empfindliche Störungen des Betriebsablaufs nach sich
ziehen kann und wird. Immerhin 75 % des Personals sind bei ihr organisiert,
wenngleich ein Teil hiervon, da beamtet, an den Streikmaßnahmen nicht teilnehmen
kann
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Am 29.01.2011 hat es unsere unmittelbare Nachbarschaft ereilt. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und den Verletzten, denen wir baldige Genesung wünschen.
Wir hoffen im Sinne des Systems Eisenbahn auf eine lückenlose Aufklärung der Unglücksursache. Wieso ist es möglich, ein auf Halt stehendes Signal zu überfahren, wo es doch induktive Zugsicherung gibt? Wieso kann man die Lokführer in solchen Fällen nicht umgehend erreichen, wo es doch Zugbahnfunk gibt? Wer oder was hat hier versagt? Die Technik oder der Mensch?
Wir Kunden möchten mit der Eisenbahn sicher und pünktlich fahren. Die Sicherheit war und ist ein wichtiges Merkmal des Systems Eisenbahn. Jedes Unglück muss dazu beitragen, dass es noch sicherer wird.
Nach Schnee- und Eisverspätungen:
Dem nächsten Streik entgegen? (Stand: 30.01.2011)
Wer dieser Tage die Homepages der privaten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und
die der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) studiert, der sieht den nächsten
Streik bei der Eisenbahn am Horizont heraufziehen. Nach dem Abbruch der
Verhandlungen zum Rahmentarifvertrag und nachdem auch die Gespräche mit der DB
über den neuen Lohntarifvertrag zäh verlaufen, rüstet der GdL-Vorsitzende
Weselsky bereits verbal auf. Am 2. Februar dürfte die Tarifkommission der GdL
Arbeitskampfmaßnahmen beschließen und damit den Kunden der Bahn nach all den
Zugausfällen und Verspätungen der letzten Wochen den nächsten Ärger bescheren.
Nachdem sich die DB, die privaten Bahnen und die neue, aus dem Zusammenschluss
von Transnet und GdBA entstandene Gewerkschaft auf Rahmentarif und
Lohnerhöhungen geeinigt haben und von dieser Seite mithin keine Gefahr droht,
wollen die Lokführer nun, wie seit Jahren üblich, mehr. Sie entwickeln sich zur
„Cockpit“ der Eisenbahn und haben in der Tat ja auch die Macht, den Bahnverkehr
zum Stillstand zu bringen – da nützen auch besetzte Stellwerke und Auskünfte
nicht allzu viel. Die DB zahlt übrigens überwiegend bereits die Löhne, die für
die Privaten gefordert werden. Sie wird, kein Zweifel, aber dennoch in den
Streik einbezogen werden – hier sind die laufenden Lohnverhandlungen der Hebel.
Auf der anderen Seite überkommt uns als Kunden ein ungutes Gefühl, wenn wir sehen, dass die privaten Eisenbahnen den Qualifikationsstandard der Lokführer absenken wollen. Ein Lokführer trägt enorme Verantwortung. Sein Beruf eignet sich nicht für Niedriglohn-Experimente – genau hierauf deutet aber das Bemühen hin, Hauptschüler zu Lokführern zu machen. Vorsicht ist hier geboten ...weiter
Neue
Verbindungen Ruhr - Ostwestfalen - Südharz und zurück (Stand:
08.01.2011)
Mit der Verlängerung der
RE-Linie 1 "NRW-Expreß" alle zwei Stunden bis und ab Paderborn als Ersatz für
die nochmals reduzierte Zahl der IC-Züge zwischen dem Ruhrgebiet und Kassel
stehen Reisenden aus dem Südharz bzw. daran anschließend auch der Strecke
Nordhausen - Sangerhausen - Halle neue Verbindungen in das Ruhrgebiet und das
Rheinland zur Verfügung. Alle zwei Stunden bestehen nun in Paderborn bei rund 30
Minuten Aufenthalt Anschlüsse zu und von dieser sehr schnellen, mit
klimatisierten Doppelstock-Garnituren gefahrenen Linie, die umsteigefrei in das
Zentrum des Ruhrgebiets und darüber hinaus nach Düsseldorf, Köln und Aachen
führt. Die Gesamtreisezeit ist zwar etwas länger als mittels ICE über Hannover,
im Regelfall aber spürbar preis- werter, und die Verbindungen sind sowohl mit
dem "Schönes Wochenende"-Ticket wie dem "Quer durchs Land"-Ticket ohne
Einschränkungen nutzbar
...weiter