Übersicht 2011

Streckensperrung im Südharz - Deutsche Bahn hat bis heute keine SEV-Verbesserungen umgesetzt (Stand 10.03.2011)
Vor mehr als einer Woche hatte die Deutsche Bahn als Reaktion auf die Kritik zur sechs Wochen langen Streckensperrung einige Verbesserungen im Schienenersatzverkehr (SEV) angekündigt, darunter die Ausweitung des Zugverkehrs bis Bad Lauterberg-Barbis anstelle von Walkenried und den Einsatz einiger direkter Busse zwischen Herzberg und Göttingen und zurück.
Doch auch von diesen minimalen Veränderungen zugunsten ihrer Kunden ist bis heute noch nichts nachzulesen. Im Internet finden sich unter dem Stichwort „Baustellen“ noch immer die alten, völlig unzulänglichen Busfahrpläne. Dabei sollen die Arbeiten schon in wenigen Wochen beginnen – höchste Zeit mithin, die Änderungen den Kunden bekannt zu machen.

„Höchste Eisenbahn“ bleibt daher skeptisch. „Es wäre nicht das erste Mal, dass auf Ankündigungen dann doch nichts kommt“ merkt Michael Reinboth von der Initiative an. Er bemüht sich seit Tagen, mehr über die angekündigten Änderungen in Erfahrung zu bringen – bislang vergeblich.
„Es hat den Anschein, dass die Deutsche Bahn weiterhin versucht, die Bauarbeiten zu den geringst möglichen Kosten und damit praktisch vollständig auf dem Rücken der Kunden durchzuführen“ meint Reinboth. Ein Grund für die verzögerte Bekanntgabe könnte allerdings auch in der Einbindung aller verfügbaren Mitarbeiter in Maßnahmen zur Reduzierung der Schäden der Streiks der Lokomotivführer sein. Für nicht fahrende Züge müssen ggf. auch Ersatzfahrpläne erarbeitet werden.

Wird die Baumaßnahme noch abgeblasen?
In den Bereich des Möglichen rückt auch ein Abblasen der Bauarbeiten. Sollte es zu massiven Streiks im Güterverkehr kommen, wären Verzögerungen bei der Produktion von Schienen, Weichen und Schwellen ja nicht auszuschließen. Und dies könnte eine Menge Termine bei der Bahn ins Rutschen bringen.

Deutsche Bahn lässt in der Streikwoche Reisende zählen (Stand 05.03.2011)
Drei Warnstreiks in zwei Wochen, unbefristete Streiks vor der Tür: Die Fahrgäste sind verunsichert, die Anrufe, ob die Züge denn auch fahren, häufen sich, viele Kunden stornieren oder verschieben ihre Fahrten. Wo die Züge, wie auf der Südharzstrecke, dennoch rollen, sind sie verspätet und es fehlen ihnen die Fahrgäste der Anschlusszüge, die ausgefallen sind. Zudem finden zwischen Erfurt Hbf und Erfurt Nord umfangreiche Bauarbeiten mit wochenlanger Streckensperrung statt, was sich jedenfalls auf die Zahl der Reisenden zwischen dort und dem Südharz auswirkt.
Dies alles ist für die DB Regio kein Grund, auf die Zählung der Reisenden zu verzichten. Als ob nichts wäre, fuhren in dieser Woche die Zähler mit, notierten Ein- und Aussteiger und die Zahl der in den Zügen Mitfahrenden.
Inwieweit das Tarifangebot der Bahn aus dem Tollhaus kommt, wie der Vorsitzende der GDL behauptet, können wir nicht beurteilen. Dass die Streiks massiv zur Verunsicherung und zur Abwanderung von Fahrgästen führen, schon eher. Dass die Deutsche Bahn in dieser Situation nichts Besseres zu tun hat, als Fahrgäste zu zählen, ordnen wir in die Kategorie „Unmöglich“ ein. Was will man damit erreichen? Uns und der LNVG anschließend mitteilen, dass leider, leider die Zahl der Fahrgäste nicht zugenommen hat?

Wir dürfen uns nicht wundern, wenn im April und Mai während der Bauarbeiten auch gezählt wird und die Zählkräfte in den Bussen mitfahren.

Geplante Bauarbeiten Südharzstrecke: DB Netz sieht aus Sicherheitsgründen von Zugfahrten ab - Initiative schlägt SEV-Linie Northeim - Herzberg - Göttingen vor(Stand 03.03.2011)
In einem Gespräch mit der Initiative sprach sich Udo Diedrich, Leiter Regionalnetz Harz-Weser der DB Netz AG, aus Sicherheitsgründen gegen Zugfahrten mit 16 Sicherungsposten aus. Die Erfahrungen der Bauarbeiten aus dem Jahre 2008, bei denen eingleisiger Zugverkehr durchgeführt wurde, haben zu einigen sicherheitskritischen Situationen geführt. So haben manche Autofahrer "Wilde Sau" gespielt, weil ihnen die Wartezeiten zu lang erschienen und trotz Absperrung weiterfahren wollten. Der Sprecher der Initiative, Burkhard Breme, kann diesen Punkt nachvollziehen, da er selbst schonen Zeuge von solchen Aktionen bei den Bahnabsperrungen im Raum Bad Lauterberg Osterhagen wurde. Nach Meinung der Initiative dürfte jedoch das Fehlverhalten vereinzelter Verkehrsteilnehmer nicht zu Lasten der Bahnfahrer gehen. Deswegen müssten den Reisenden erträgliche Alternativen für ihre Fahrten angeboten werden. Der geplante Schienenersatzverkehr (SEV) ist davon jedoch noch sehr weit entfernt. Falls aus Sicherheitsgründen keine Züge verkehren können, muss eine "intelligente" Busersatzverbindung eingerichtet werden. Hierzu schlägt die Initiative die stündlich durchgehende Route Northeim - Wulften - Hattorf - Herzberg - Göttingen und zurück vor. Durch diese Direktbusse hätten auch Hattorfer und Wulftener Reisende nach Göttingen erträgliche Fahrzeiten ohne Umstiege und lange Wartezeiten in Northeim.

Geplante Bauarbeiten Südharzstrecke:  Vorgesehene Verbesserungen im Ersatzverkehr reichen nicht aus (Stand 02.03.2011)
„Die von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) aufgrund unserer Vorschläge und diverser Interventionen aus dem politischen Raum angekündigten Verbesserungen im Ersatzfahrplan während der sechswöchigen Bauphase auf der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen sind zu begrüßen – sie reichen jedoch keineswegs aus, um die Belastung für die Reisenden in dieser Zeit in den Grenzen zu halten, die kundenorientiertes Denken und Verhalten normalerweise erwarten lassen würden.“

Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ freut sich darüber, dass einige der Anregungen der Initiative aufgegriffen werden. Freilich: Wie genau der überarbeitete Fahrplan in den sechs Bauwochen aussieht, kann man nicht bewerten, da er derzeit noch nicht abgerufen werden kann. Reinboth ist andererseits keineswegs zufrieden mit dem, was die Bahn nun offenbar anbieten will. „Schnelle Busse nach Göttingen und eine Verlegung des Umsteigepunktes von Walkenried nach Barbis sind Schritte in die richtige Richtung, sie ändern aber nichts an der Tatsache, dass bestimmte Kundengruppen sechs Wochen lang in ihrer Mobilität sehr stark beeinträchtigt werden. Sie ändern vor allem nichts daran, dass der grundsätzlich mögliche Zugverkehr auf einem Gleis zwischen Herzberg und Northeim nicht durchgeführt wird, weil man hier weiterhin zu Lasten der Kunden Geld sparen will.“ ...weiter

Kommentar I zur Tarifrunde der Lokführer: Lokführer-Gewerkschaft vertreibt Kunden in Scharen (Stand: 01.03.2011)
Für die Durchsetzung ihrer Ziele ist die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) ganz offensichtlich bereit, die Bahnkunden in Scharen in andere Verkehrsmittel zu vertreiben. Zwei Warnstreiks haben hier bereits erfolgreiche Ansätze gezeigt – so erfolgreich, dass die GdL diesen Weg wohl unbeirrt fortsetzen wird.
Als nächste passende Gelegenheit bietet sich hier die CeBIT in Hannover an. Hier kann man mit geringem Aufwand zehntausende von Kunden treffen und zudem der deutschen Volkswirtschaft empfindlichen Schaden zufügen. 
Die GdL mit ihrem außer Rand und Band geratenen Vorsitzenden Weselsky ist auf dem besten Wege, den Ast, auf dem sie sitzt, vollständig abzusägen. Der im real existierenden Sozialismus mit einem Quasi-Reichsbahnmonopol aufgewachsene Gewerkschaftschef begreift ganz offensichtlich nicht, dass es hierzulande Alternativen zum Bahnverkehr gibt. Einen Verkehrsträger, der mit einem Anteil von knapp 10 % am Personen- und 20 % am Güterverkehr jeden Tag um seine Zukunft ringt, kann man mit Streiks a la GdL ziemlich mühelos vollends aus dem Rennen katapultieren. Zuerst wird es, wie immer, den ländlichen Bereich treffen, wo die Bereitschaft, den eigenen Pkw zu nutzen, wesentlich höher ausgeprägt ist als in Ballungsräumen  
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Kommentar II zur Tarifrunde der Lokführer: Von der Opferrolle zur Vordenkerrolle (Stand 01.03.2011)
Vor mittlerweile drei Jahren verkündete Nokia die Produktionsverlagerung ihrer Handys von Deutschland nach Rumänien. Als damalige Gründe wurden die hohen Löhne in Deutschland genannt. Der Lohnkostenanteil betrug fünf Prozent der Produktionskosten. Dies war den Managern zuviel, da in Rumänien nur ein Bruchteil davon gezahlt werden musste. Vor lauter Konzentration auf den marginalen Anteil der Lohnkosten hat sich Nokia nicht um die Ursache seiner Probleme gekümmert. So produzierte Nokia am Markt vorbei und steht aktuell vor der Ursache seiner Krise.
Was hat diese Tarifrunde der Bahn mit dem Fall Nokia zu tun? Auch bei der Bahn machen die Lohnkosten nur einen Bruchteil der Gesamtkosten aus
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Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen: "Bahn-Sperrung im Südharz zu Lasten der Schwächsten" (Stand: 21.02.2011)
Zu den geplanten Sperrungen der Deutschen Bahn zwischen Herzberg und Northeim meint die Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon, Bündnis 90/Die Grünen:
"Und wieder spart die Bahn an der falschen Stelle: Die geplante Total-Sperrung zwischen Herzberg und Northeim für sechs Wochen bedeutet den provisorischen Einsatz von Bussen auf diesem Teilstück. In Bussen werden allerdings Eltern mit ihren Kinderwagen oder Menschen in Rollstühlen nicht transportiert.
Ein Unding. Die Bahn erklärt nach eigenen Aussagen, sich aus Kostengründen für die Komplett-Sperrung entschieden zu haben und damit von Mitte April bis Mitte Mai einigen Personengruppen den Zugang zum Transportmittel zu versagen. Dazu kommen die erhöhten Fahrzeiten durch die Busse und die unterbliebene Synchronisation mit dem "normalen" Fahrplan der Deutschen Bahn. De facto verlängert sich die Fahrtzeit für Kundinnen und Kunden mit Anschlussverbindungen um 75 Minuten 
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DB Netz will Streckensanierung auf dem Rücken der Fahrgäste ausführen - 6 Wochen kein Zug zwischen Herzberg und Northeim  (Stand: 13.02.2011)
Es ist erfreulich, wenn die Deutsche Bahn zwischen Northeim und Nordhausen Gleise und Weichen austauscht und die Strecke so für die kommenden Jahre fit macht. Dies soll auch wieder im Frühjahr 2011 geschehen. Man hat sich hierzu allerdings auch vertraglich gegenüber dem Land Niedersachsen verpflichtet, welches im Gegenzug einen bestimmten Fahrplan bis nach 2020 bestellt hat.

In hohem Maß unerfreulich ist es, dass das „Harz-Weser-Netz“ hierbei erneut den Weg wählt, diese Arbeiten auf dem Rücken der Kunden durchzuführen. Auf einer vollständig zweigleisigen Strecke werden die Arbeiten nicht etwas so eingeplant, dass auf einem Gleis die Züge fahren können und allenfalls an einem oder zwei Wochenenden ein vollständiger Ausfall erforderlich wird. Man hat vielmehr vor, die Strecke zwischen Herzberg und Northeim für volle 6 (sechs!) Wochen dicht zu machen und hier ausschließlich Omnibusse verkehren zu lassen – mit entsprechenden Fahrzeitverlängerungen und Anschlussverlusten.

Darüber hinaus soll im gleichen Zeitraum wegen des Auswechselns von einigen Weichen im Ostkopf des Bahnhofs Herzberg auch der Abschnitt Walkenried – Herzberg für 2 Wochen dicht gemacht werden. In diesem Zeitraum sollen die Omnibusse zwischen Walkenried und Northeim verkehren – mit verheerend langen Fahrzeiten und natürlich ebenfalls massiven Anschlussverlusten ...weiter

Harz: Urlauberkarte - die kaum bekannte preiswerte Alternative für Ausflüge in den West-Harz
Harzer-Urlaubsticket - die kostenfreie Möglichkeit für Busreisen im Ost-Harz (Stand: 12.02.2011)

Urlauberkarte
Im Omnibusverkehr zwischen den Landkreisen Osterode am Harz und Goslar gilt der so genannte „Übergangstarif Harz“ (ÜT Harz), d.h. für Fahrten, die über die Kreisgrenze hinweg gehen, zum Beispiel Walkenried – Braunlage, werden die Bestimmungen dieses Übergangstarifs angewandt und nicht die Bestimmungen des VSN, der für alle übrigen Fahrten (nach Bad Sachsa, Osterode, Göttingen…) gilt.
Die Urlauberkarte kann auch im Vorverkauf erworben werden – das Datum des ersten Tages kann frei gewählt werden. Wichtig: Beim Kauf sollte man als gewünschtes Ziel „Goslar“ angeben, also das weitest mögliche Ziel – dann gibt es anschließend keine Diskussionen mit Busfahrern, die bei Tarifen nicht ganz sattelfest sind  
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Weitergehende Infos unter: http://www.vrb-online.de/index.php?id=22
Harzer Urlaubs-Ticket
Deutlich einfacher und preiswerter ist die Reise mit dem Bus im Ostharz. Der Meldeschein für Urlauber ist mit dem einheitlichen Logo HATIX gekennzeichnet und gilt als Harzer Urlaubs-Ticket für alle gemeldeten Personen. Das Harzer Urlaubs-Ticket ermöglicht freie Fahrt auf allen Linien der Harzer Verkehrsbetriebe, Q-Bus, Halberstädter Bus-Betriebe, Halberstädter Verkehrs-GmbH und der Verkehrsgesellschaft Südharz im Landkreis Harz.
Weitergehende Infos unter: http://www.hatix.info/   
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Von Braunlage nach Elbingerode - weitere neue Buslinie im Harz (Stand: 12.02.2011)
„Höchste Eisenbahn im Südharz“ freut sich über die Einrichtung einer weiteren Busverbindung im Harz. Nach der Linie durch das Okertal und zum Torfhaus folgte am 5. Februar eine Verbindung zwischen Elbingerode und Braunlage, die zunächst im Probebetrieb bis zum 31. Juli 2011 von den Harzer Verkehrsbetrieben GmbH (HVB) in Wernigerode jeweils Samstags und an Sonn- und Feiertagen betrieben wird.
Die neue Linie hat die Nummer 254, der Fahrplan kann im Internet unter http://www.wvb-gmbh.de eingesehen bzw. ausgedruckt werden. In der Sommerausgabe des „Harz-Kursbuchs“ wird auch diese Linie berücksichtigt werden 
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Preiswürdig: Der echte Oberharz hat eine neue Buslinie eingerichtet (Stand: 03.02.2011)
Im Zeitalter knapper öffentlicher Kassen und nahezu ausschließlicher Ausrichtung des Harzer Tourismus auf den Individualverkehr verdient die Einrichtung einer neuen Buslinie einen Ehrenpreis. Der von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ geht in diesem Jahr an die „Glücksburg Consulting Group“ (GLC) und die Tourist-Information Oberharz in Clausthal-Zellerfeld (also im richtigen Oberharz – dem mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft). Auf deren Initiative hat RBB eine alte Buslinie wieder belebt und eine bereits vorhandene, vom VSN unterstützte Linie ergänzt.
Bis zum 27. Februar 2011 und dann wieder vom 2. Juni bis 30. Oktober 2011 verkehrt jeweils von Donnerstag bis Sonntag die Linie 879, auch „Brocken-Bus“ genannt, zwischen Oker Waldhaus, Altenau und Torfhaus. Samstag und Sonn- und Feiertags wird der Verkehr zwischen Altenau und Torfhaus durch die Fahrten der VSN-Linie 462 von Osterode nach Torfhaus ergänzt
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Im März erscheint das Buch über die Harzer Omnibus-Geschichte (Stand: 03.02.2011)
Nach langen Recherchen und dank der Unterstützung vieler Verkehrsbetriebe und Omnibus-Forscher ist es Michael Reinboth gelungen, sein ca. 200 Seiten starkes Buch über die hundertjährige Geschichte des Omnibusverkehrs im Harz fertig zu stellen. Ab Anfang März wird es zum Preis von ca. 15,- € beim Verfasser oder beim Papierflieger-Verlag, Clausthal-Zellerfeld, zu haben sein.
Der Harz ist ein Pionierland der deutschen Omnibusgeschichte, fuhren doch hier schon 1905 die ersten Linienbusse von Heinrich Büssing, der bis 1914 ein umfangreiches Netz einrichtete. Mit vielen Fotos und anhand alter Prospekte und Fahrplanauszüge wird die sehr wechselvolle Geschichte dieses Verkehrsmittels bis in das Jahr 2011 hinein erzählt. Die Bedeutung des Linienbusverkehrs für den Tourismus und der aktuelle Zustand des Harzer Linienverkehrs werden ebenfalls kritisch beleuchtet. Eine mehrseitige Zeittafel ergänzt die einzelnen Kapitel, die sich u.a. der rasanten Entwicklung von 1918 bis 1939, dem mühsamen Beginn nach 1945 und den unterschiedlichen Strömungen in der Zeit der deutschen Teilung widmen
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Kommentar zu beschlossenen Warnstreiks: Der Kunde wird erneut zur Geisel der GDL gemacht (Stand: 03.02.2011)
Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat am 3.2. beschlossen, in nächster Zeit Warnstreiks bei der Deutschen Bahn und bei diversen Privatbahnen durchzuführen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Wie schon 2007/2008, wird erneut der schon leidgeprüfte Bahnkunde in Geiselhaft genommen, denn unbestritten hat die GDL unter den Lokomotivführern einen Organisationsgrad, der empfindliche Störungen des Betriebsablaufs nach sich ziehen kann und wird. Immerhin 75 % des Personals sind bei ihr organisiert, wenngleich ein Teil hiervon, da beamtet, an den Streikmaßnahmen nicht teilnehmen kann
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Zugunglück im Nordharz: Wir sind tief betroffen (Stand: 30.01.2011)
Die Eisenbahn ist ein sicheres Verkehrsmittel. Daran ändern auch sehr seltene wirkliche Bahnunfälle nichts. Jedes Eisenbahnunglück ist eines zu viel, und jedes wirft natürlich auch eine Reihe von Fragen auf.

Am 29.01.2011 hat es unsere unmittelbare Nachbarschaft ereilt. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und den Verletzten, denen wir baldige Genesung wünschen.

Wir hoffen im Sinne des Systems Eisenbahn auf eine lückenlose Aufklärung der Unglücksursache. Wieso ist es möglich, ein auf Halt stehendes Signal zu überfahren, wo es doch induktive Zugsicherung gibt? Wieso kann man die Lokführer in solchen Fällen nicht umgehend erreichen, wo es doch Zugbahnfunk gibt? Wer oder was hat hier versagt? Die Technik oder der Mensch?

Wir Kunden möchten mit der Eisenbahn sicher und pünktlich fahren. Die Sicherheit war und ist ein wichtiges Merkmal des Systems Eisenbahn. Jedes Unglück muss dazu beitragen, dass es noch sicherer wird.

Nach Schnee- und Eisverspätungen: Dem nächsten Streik entgegen? (Stand: 30.01.2011)
Wer dieser Tage die Homepages der privaten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen und die der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) studiert, der sieht den nächsten Streik bei der Eisenbahn am Horizont heraufziehen. Nach dem Abbruch der Verhandlungen zum Rahmentarifvertrag und nachdem auch die Gespräche mit der DB über den neuen Lohntarifvertrag zäh verlaufen, rüstet der GdL-Vorsitzende Weselsky bereits verbal auf. Am 2. Februar dürfte die Tarifkommission der GdL Arbeitskampfmaßnahmen beschließen und damit den Kunden der Bahn nach all den Zugausfällen und Verspätungen der letzten Wochen den nächsten Ärger bescheren.
Nachdem sich die DB, die privaten Bahnen und die neue, aus dem Zusammenschluss von Transnet und GdBA entstandene Gewerkschaft auf Rahmentarif und Lohnerhöhungen geeinigt haben und von dieser Seite mithin keine Gefahr droht, wollen die Lokführer nun, wie seit Jahren üblich, mehr. Sie entwickeln sich zur „Cockpit“ der Eisenbahn und haben in der Tat ja auch die Macht, den Bahnverkehr zum Stillstand zu bringen – da nützen auch besetzte Stellwerke und Auskünfte nicht allzu viel. Die DB zahlt übrigens überwiegend bereits die Löhne, die für die Privaten gefordert werden. Sie wird, kein Zweifel, aber dennoch in den Streik einbezogen werden – hier sind die laufenden Lohnverhandlungen der Hebel.

Auf der anderen Seite überkommt uns als Kunden ein ungutes Gefühl, wenn wir sehen, dass die privaten Eisenbahnen den Qualifikationsstandard der Lokführer absenken wollen. Ein Lokführer trägt enorme Verantwortung. Sein Beruf eignet sich nicht für Niedriglohn-Experimente – genau hierauf deutet aber das Bemühen hin, Hauptschüler zu Lokführern zu machen. Vorsicht ist hier geboten ...weiter

Neue Verbindungen Ruhr - Ostwestfalen - Südharz und zurück (Stand: 08.01.2011)
Mit der Verlängerung der RE-Linie 1 "NRW-Expreß" alle zwei Stunden bis und ab Paderborn als Ersatz für die nochmals reduzierte Zahl der IC-Züge zwischen dem Ruhrgebiet und Kassel stehen Reisenden aus dem Südharz bzw. daran anschließend auch der Strecke Nordhausen - Sangerhausen - Halle neue Verbindungen in das Ruhrgebiet und das Rheinland zur Verfügung. Alle zwei Stunden bestehen nun in Paderborn bei rund 30 Minuten Aufenthalt Anschlüsse zu und von dieser sehr schnellen, mit klimatisierten Doppelstock-Garnituren gefahrenen Linie, die umsteigefrei in das Zentrum des Ruhrgebiets und darüber hinaus nach Düsseldorf, Köln und Aachen führt. Die Gesamtreisezeit ist zwar etwas länger als mittels ICE über Hannover, im Regelfall aber spürbar preis- werter, und die Verbindungen sind sowohl mit dem "Schönes Wochenende"-Ticket wie dem "Quer durchs Land"-Ticket ohne Einschränkungen nutzbar ...weiter

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