News vom 01.09.18 bis 30.09.18

1. Südharz / Göttingen: Bis Dezember umfangreiche Ersatzverkehre wegen Bauarbeiten und Personalmangel (Stand: 01.09.2018)
2. Deutsche Bahn lässt ihre Fahrgäste im Südharz im Stich - Katastrophale Planungspanne beim Schienenersatzverkehr – Keine Fahrten nach 16 Uhr – auch am Sonntag ist der Verkehr nach 15 Uhr nicht sichergestellt (Stand: 30.09.2018)
3. Südharz: Auch der dritte Schienenersatzverkehr im Jahr 2018 gelingt der Deutschen Bahn nicht - Die Deutsche Bahn stellt im „Harz-Weser-Netz“ die Geduld ihrer Fahrgäste im Jahr 2018 auf eine harte Probe – Abwanderung auf die Straße nicht ausgeschlossen (Stand: 30.09.2018)

1. Südharz / Göttingen: Bis Dezember umfangreiche Ersatzverkehre wegen Bauarbeiten und Personalmangel (Stand: 01.09.2018)

Vom 01.09.2018 bis zum 08.12.2018, also mehr als drei Monate lang, müssen Fahrgäste, die im Harz-Weser-Netz von DB Regio unterwegs sind, ganz tapfer sein – und auf der Hut. Denn aufgrund zahlreicher Baustellen und zur Bekämpfung personeller Probleme fallen Züge aus und werden durch Busse ersetzt. Allerdings werden in einigen wenigen Fällen auch zusätzliche Züge für Pendler eingesetzt.

Eingleisigkeit und Streckensperrung auf der Nord-Süd-Strecke
Die Nord-Süd-Strecke durch das Leinetal wird während dreier Monate zwischen Kreiensen und Göttingen ertüchtigt – nicht, um den Nahverkehr oder den Güterverkehr besser abwickeln zu können, sondern um für das zweite Halbjahr 2019 den ICE freie Bahn zu verschaffen, wenn auf der Schnellfahrstrecke sechs lange Monate gebaut wird – übrigens mit fast denselben fatalen Auswirkungen wie jetzt, nur eben drei Monate länger. Immerhin können wir darauf setzen, dass danach Weichen- und Schrankenstörungen auf dieser Schlagader der Vergangenheit angehören…

In dieser Zeit fällt die RB82 Göttingen – Bad Harzburg zwischen Göttingen und Kreiensen ersatzlos aus. Fahrgäste zwischen Göttingen und dem Nordharz müssen den „Metronom“ (RE2) nutzen und in Kreiensen umsteigen. Die RB82 verkehrt während dieser Zeit im Stundentakt, es gibt mithin jede Stunde eine Verbindung zwischen Göttingen und Goslar und zurück.

Bus statt Zug zwischen Göttingen und Nordhausen – aber auch zusätzliche Züge
Immerhin wird die RB80 Göttingen – Nordhausen während der Arbeiten ohne Einschränkungen verkehren, womit die durchgehenden Verbindungen in den Südharz gewahrt werden. Durch den Entfall der RB82 hängen die Züge der RB81 Bodenfelde – Northeim – Nordhausen in Northeim aber in der Luft. Für Anschlussreisende von und nach Göttingen verkehrt zwischen der Universitätsstadt und Northeim zu und von jeder RB81 ein Bus. Abfahrt in Göttingen ist um 8.20, 10.20 und so weiter alle 2 Stunden bis 20.20 Uhr, die Fahrzeit verlängert sich also um jeweils 28 Minuten. In der Gegenrichtung fahren die Busse nach Ankunft der RB81 aus dem Südharz am Northeimer Busbahnhof um 9.00, 11.00 und so weiter alle 2 Stunden bis 23.00 Uhr ab, um Göttingen jeweils 35 Minuten später zu erreichen. Die Umsteigezeit ist mit 10 Minuten in Northeim reichlich bemessen.

Als besonderes Angebot wird vorrangig für Pendler und auch nur bis und ab Herzberg (der Ostteil des Kreises Göttingen ist abermals zweiter Sieger, was offenbar von der Politik kommentarlos akzeptiert wird…) ein zusätzliches Angebot auf der Schiene geschaffen. Es verkehren zusätzlich

                        Mo-Fr     nur Fr                         nur Fr     Mo-Do     nur Fr
Herzberg ab     8.05         14.05     Göttingen     13.07     15.07         17.07
Northeim an     8.30         14.30     Northeim     13.20     15.20         17.20
Northeim ab     8.35         14.35     Northeim     13.25     15.25         17.25
Göttingen an     8.49         14.49     Herzberg     13.50     15.50         17.50

Das DB-Regio-Merkblatt schweigt sich zu den Metronom-Anschlüssen leider aus, aber genau deswegen fahren sie ja. Bitte beachten: Es bestehen schlanke Anschlüsse von und nach Göttingen, nicht jedoch von und nach Hannover.

Baustelle Personal: Drei Monate SEV am Wochenende auf der Sollingbahn
Auch entlang der Sollingbahn wird eine Brücke gebaut, aber nicht von der Bahn, sondern für die Straße. Deswegen müssen an drei Wochenenden die Züge zwischen Northeim und Bodenfelde ausfallen.
Da es aber nach wie vor – und entgegen den vollmundigen Ankündigungen von Herrn Meyer-Lovis, aber das kennen wir nun schon - gravierende Personalprobleme bei DB Regio gibt und der Zugverkehr zwischen Göttingen, Northeim und Nordhausen (soweit es ihn, siehe oben, in dieser Zeit gibt) unbedingt störungsfrei ablaufen soll, wird der Zugverkehr auf der Sollingbahn volle drei Monate lang an Wochenenden und Feiertagen auf die Straße verlegt!
Man muss dies als einen weiteren massiven Tiefschlag in dem Bemühen um mehr Kunden für die darbende Strecke werten, gleichwohl aber akzeptieren, dass die überwiegende Mehrzahl der Kunden im Südharz unterwegs ist. Wenn es denn schon so ist, dass es zu wenig Lokführer gibt, ist dies sicher eine vertretbare Lösung oder, besser gesagt, das kleinere Übel. Um die durchgehende Achse Paderborn – Nordhausen zu halten, werden die SEV-Busse zum einen zwischen Northeim und Bodenfelde beschleunigt verkehren und zum anderen an den beiden Stationen unmittelbar nach Eintreffen der Anschlusszüge abfahren.
Hierdurch ist es möglich, die Verbindungen mit gleichen Reisezeiten anbieten zu können, aber eben mit zusätzlichem Umstieg und mit Problemen bei Fahrrädern, Rollstühlen, Kinderwagen und Gepäck. Wer kann, sollte jedenfalls in dieser Zeit Montag bis Freitag reisen. Da die Busse auf den Zwischenstationen nicht immer den Bahnhof anfahren, ist die Frage zu klären, wo man dann einen Fahrschein herbekommen soll…

Baustelle Personal: Drei Monate SEV zwischen Goslar und Bad Harzburg
Auch zwischen Goslar und Bad Harzburg wird im Herbst gebaut. Aber auch hier nutzt die DB Regio die – mehrwöchigen – Arbeiten, um für drei Monate den Zugverkehr zwischen Goslar und Bad Harzburg einzustellen und Personal zu sparen. Zu jeden Zug verkehrt ein schneller SEV-Bus. Die Auswirkungen halten sich in Grenzen, da es zwischen den beiden Städten noch den stündlichen RE10 sowie eine Vielzahl von Bussen gibt. Unbequem wird es für die Fahrgäste dennoch.

Wie es angesichts der doch wohl gravierenden und länger anhaltenden Personalprobleme bei DB Regio ab Fahrplanwechsel am 9.12. weitergehen soll, bleibt abzuwarten.
Allein für die neue Linie zwischen Einbeck und Göttingen werden ca. 7 zusätzliche Lokführer benötigt, und schon jetzt sind wohl zu wenige da… Weitere werden demnächst in den Ruhestand gehen.
Dass aufgrund der politischen Bedeutung der Wiederinbetriebnahme alles auf Einbeck konzentriert wird und darunter andere Strecken wie die Sollingbahn leiden, wird „Höchste Eisenbahn“ jedenfalls genau beobachten und im Falle des Falles auch Alarm blasen. Ab Dezember wird die Verbindung in das Ruhrgebiet durch den Einsatz des „Rhein-Ruhr-Express“ auf der RE-Linie 11 zwischen Paderborn und Düsseldorf spürbar attraktiver und schneller. Dazu passt SEV nun ganz und gar nicht.

Man muss DB Regio attestieren, dass versucht wird, die Probleme einzudämmen und den Kunden möglichst wenig Ungemach zu verursachen. Das Experiment mit den Zusatzzügen ist neu und wird im Erfolgsfalle 2019 für 6 Monate wiederholt werden, wobei wir der Meinung sind, dass jedenfalls der Zug um 8.05 ab Herzberg ganzjährig und unabhängig von Bauarbeiten fahren sollte. Trotzdem muss man auch aus diesem Anlass schon fragen, welche Art Personalpolitik die Deutsche Bahn über Jahre verfolgt hat und ob es ihr gelingt, ab Dezember wieder ausreichend Lokführer an Bord zu haben.

Die Baufahrpläne können ab sofort bei der Deutschen Bahn im Internet unter
https://bauinfos.deutschebahn.com/niedersachsen-bremen,8
https://www.bahn.de/regional/view/regionen/niedersa/info/bauvorschau_2016.shtml
abgerufen werden.
Die Fahrzeiten sind auch in die Reiseauskunft eingearbeitet.

2. Deutsche Bahn lässt ihre Fahrgäste im Südharz im Stich - Katastrophale Planungspanne beim Schienenersatzverkehr – Keine Fahrten nach 16 Uhr – auch am Sonntag ist der Verkehr nach 15 Uhr nicht sichergestellt (Stand: 30.09.2018)
„Die Deutsche Bahn ist ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage, ihren Betrieb im Falle von Bauarbeiten zu organisieren. Das Vertrauen der Kunden in das Verkehrsmittel Eisenbahn wird hier restlos zerstört.“ Michael Reinboth vom Fahrgastverband PRO BAHN ist stinksauer auf die DB Regio AG. „Gestern lief nach 16 Uhr im Schienenersatzverkehr nichts mehr. Für mehr als 5 Stunden wurde die den Kunden zugesagte, ohnehin schon schlechte Leistung nicht erbracht. Für den heutigen Sonntag sieht es nicht besser aus. Wir müssen ab 15 Uhr vor der Nutzung der Eisenbahn zwischen Herzberg und Nordhausen dringend abraten.“

Wegen Bauarbeiten in Barbis ist die gesamte Strecke zwischen Herzberg und Nordhausen für zwei Tage gesperrt. Ob das erforderlich ist, sei dahingestellt – die DB Netz AG jedenfalls lässt ihr Personal an der Strecke für zwei Tage daheim. Stattdessen sollten Busse den Verkehr aufrechterhalten. Das aber taten sie schon am Vormittag mehr schlecht als recht (ein Fahrtenpaar fiel ersatz- und grundlos aus) und am Nachmittag nach 15 Uhr gar nicht mehr. Zu Dutzenden standen ratlose Fahrgäste an den Ersatzhaltestellen und mussten sich selbst um Ersatz kümmern.

Michael Reinboth, der frühzeitig bemerkte, dass hier etwas gründlich schief lief, hat die Deutsche Bahn bereits am Vormittag darüber informiert. Das beauftragte Unternehmen, die Verkehrsbetriebe Nordhausen, wies in einem Telefonat jede Schuld von sich. Man habe den Verkehr von Anfang an nur bis 15 Uhr übernommen, weil man gar nicht mehr Fahrer habe, hieß es dort. Das wiederum bestreitet die Deutsche Bahn: Der Auftrag sei für den ganzen Tag erteilt worden.

„Wie dem auch sei: Die DB Regio AG ist für ihre Kunden verantwortlich. Und dieser Verantwortung wird sie nun schon zum zweiten Mal in diesem Jahr beim Ersatzverkehr nicht gerecht. Im Sommer fuhren bereits zu wenig Busse, und nun bricht der geplante SEV vollends zusammen. Kontrolliert wird da gar nichts, auch nicht nachgehakt, ob denn alles in Ordnung ginge. Nach mir die Sintflut ist offenbar das Motto“ kommentiert Reinboth aufgebracht. Schon die Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr wegen des Mangels an Lokführern haben viele Kunden verärgert.
Die katastrophale Fehlplanung an diesem Wochenende vertreibt die Reisenden in Scharen. Ob ihnen je irgendeine Form von Schadenersatz gewährt wird, ist offen.
„Wir erwarten großzügige, schnelle und unbürokratische Regelungen und nicht nur den Hinweis auf die üblichen – schlecht funktionierenden – Kanäle. Das ist das Mindeste, was man für seine Kunden jetzt tun kann.“
Michael Reinboth

3. Südharz: Auch der dritte Schienenersatzverkehr im Jahr 2018 gelingt der Deutschen Bahn nicht - Die Deutsche Bahn stellt im „Harz-Weser-Netz“ die Geduld ihrer Fahrgäste im Jahr 2018 auf eine harte Probe – Abwanderung auf die Straße nicht ausgeschlossen. (Stand: 30.09.2018)

Nach wochenlangen, durch Mangel an Lokführern bedingtem, punktuellen und kaum kalkulierbaren sowie meistens ersatzlosen Zugausfällen wurde schon der erste „Schienenersatzverkehr“ (SEV) aus Anlass der ebenfalls personalbedingten Totalsperrung von Stellwerken vollkommen versiebt. Zwei Tage lang fuhr wegen falscher Bestellung durch die DB AG nur ein Ersatzbus. Zwei wären nötig gewesen, um einen Stundentakt Walkenried – Nordhausen abzusichern. Folge: Stundenlange Wartezeiten für Kunden im dafür gänzlich ungeeigneten Bahnhof Walkenried.

Seit Anfang September werden, wiederum bedingt durch fehlende Lokführer, am Wochenende die Züge zwischen Northeim und Bodenfelde durch Busse ersetzt, die zwar fahren und die Fahrzeit auch einhalten, jedoch an den ersten beiden Wochenenden mit völlig überforderten Kleinstbussen gefahren wurden, dies schon ab der ersten Station keine weiteren Kunden mehr mitnehmen konnten. Reihenweise mussten Fahrgäste zurückbleiben. Inzwischen, nachdem sehr viel Goodwill zerstört worden ist, fahren hier große Busse.

 

Ein SEV-Bus der Verkehrsbetriebe Nordhausen am Sonntagmorgen in Walkenried. Ab und zu wurde tatsächlich gefahren. Nach der gestrigen Katastrophe traut sich niemand mehr zum Bahnhof. Die Lösung für die Kunden ist am Bus schon angebracht: Auto kaufen…

Wer geglaubt hatte, diese Serie von Pleiten, Pech und Pannen wäre nicht unendlich fortsetzbar, wurde am 29. und 30.9. grausam auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Gleiches geschah dem, der glaubte, dass die Bahn aus ihren Fehlern Schlüsse ziehen und besser aufpassen würde. Nichts dergleichen. Wegen Bauarbeiten der DB Netz AG in Barbis hat man – wohl um den Stellwerkern, von denen es auch zu wenige gibt, freie Schichten gewähren zu können – gleich den gesamten Verkehr zwischen Herzberg und Nordhausen auf die Straße verlagert. Die Busse benötigen für die ganze Strecke ca. 80 Minuten, weswegen man ständig drei Busse im Einsatz haben muss. Müsste – denn schon am Samstagvormittag fiel ein Fahrtenpaar pausenbedingt schlicht aus. Am Nachmittag wurde es dann ganz schlimm, denn nach 15 Uhr fuhr überhaupt kein Bus mehr in Richtung Herzberg und nach 16 Uhr keiner mehr in Richtung Nordhausen. 5 Stunden lang Totalausfall – die Fahrgäste wurden ratlos an den Bahnhöfen und Haltestellen zurückgelassen und mussten sich selbst um ihren Weitertransport kümmern.

Es bedurfte mehrerer Anrufe und Mails, um die Verantwortlichen auf die Probleme hinzuweisen. Danach kümmerte man sich, aber angesichts des Wochenendes und der Kurzfristigkeit der Anfrage war dies nur teilweise von Erfolg gekrönt. Daran konnte auch der persönliche Einsatz von Mitarbeitern aus der Leitung und von Teamleitern nichts mehr ändern. Er bewies nur, dass es immer noch Personal bei der Bahn gibt, das die Anliegen der Kunden wahrnimmt. Ein Hoffnungsschimmer. Der für die Beauftragung zuständige Bahnbus prüft und kontrolliert nichts.

Eine Rückfrage beim ausführenden Unternehmen, den Verkehrsbetrieben Nordhausen (VBN), ergab, dass man sehr wohl mit drei Bussen unterwegs sei, Samstag wie auch Sonntag, aber nicht genügend Fahrer hätte, um den kompletten Tag abzudecken. Dies habe man der Bahn auch mitgeteilt. Das weist diese wiederum von sich: Der Verkehr sei bei den VBN komplett für beide Tage bestellt worden, und eine Rückmeldung über fehlende Fahrer habe man nicht erhalten. Immerhin möglich, dass die VBN sich gemeldet haben, diese Meldung angesichts der Fülle der Beteiligten bei der Deutschen Bahn aber untergegangen ist. Schließlich sind der Bahnbus in Hamburg und die Leitstelle in Bremen (!) und nicht der örtliche Bahnbetrieb für die Bestellung des SEV zuständig. Und dort prüft man erst Recht nicht, ob es auch klappt. Nach abermaliger Rückfrage wollte man für Sonntag nach 16 Uhr den Verkehr mit Hilfe anderer Unternehmen absichern. Erfolg: Offen. Immerhin wollten die VBN einen (!) Bus weiterlaufen lassen. Mit diesem kann man einen 3-Stunden-Takt absichern…

Fazit: Wer es am Ende war, der den dritten SEV binnen eines Jahres so gründlich versiebt hat, dass die Kunden in Scharen wegbleiben, ist am Ende egal. Die Kunden stehen eine oder zwei Stunden an den Haltestellen und Bahnsteigen, erhalten keinerlei sinnvolle Information (auch im vielgepriesenen aktuellen Netz mit seinen Apps waren die Busse als „fahrend“ vermerkt), müssen sich am Ende selbst behelfen, dafür Geld aufwenden und sich bei dessen Rückforderung vom miesen Kundenservice der Deutschen Bahn dann noch belehren lassen, welche Unterlagen denn so alle fehlen, um das Geld zurück zu erlangen. Persönliche Schuldzuweisungen nutzen nichts – das System „Deutsche Bahn AG“ krankt vom Kopf bis zu den Füßen. Atomisierte Verantwortlichkeiten, fehlende Kompetenz vor Ort, eine Unzahl von Zuständigen – dass muss schiefgehen, selbst wenn viele Gutwillige und Engagierte darunter sind. Sie sind von der Zahl her denjenigen, die „ihren Job machen“, weit unterlegen.

Bei „Höchste Eisenbahn“ ist man stinksauer. „Die Deutsche Bahn ist mit ihren vielen Fehlleistungen drauf und dran, das Vertrauen der Kunden im Südharz endgültig zu verspielen. Es kommen ja noch die Zugausfälle zwischen Northeim und Göttingen und die ständigen Verspätungen in Herzberg hinzu. Die dann eintretenden Fahrgastrückgänge wird man uns dann seitens der DB und der LNVG um die Ohren hauen. Das lassen wir uns nicht gefallen und werden nun abermals Minister Althusmann und die Spitze der LNVG über das informieren, was hier läuft oder vielmehr nicht läuft. Von der Bahn erwarten wir eine großzügige Schadensregelung, darunter mindestens einen Tag, an dem die Kunden die Züge der Südharzstrecke kostenlos nutzen können“ kommentiert Michael Reinboth von der Initiative. „Wir versuchen, Leute von der Sinnhaftigkeit des Verkehrsmittels Bahn zu überzeugen, und müssen zusehen, wie das Verkehrsunternehmen ein ums andere Mal die Erwartungen enttäuscht. Das ist mehr als bitter.“
Michael Reinboth

 

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